Fotografische Emotionen -  Foto und Haiku

Fotografieren und danach die Emotionen mit Worten untermalen die Aufgabe unserer Haiku-Workshops

Diese Seite soll den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, weiterhin aktiv zu bleiben und so ihre Gefühle auszuleben und hier zu präsentieren. 

Als Standardgerüst dient uns weiterhin die Haiku-Gliederung: 3 Zeilen, 17 Silben / 5 - 7 - 5 Silben / Natur -  Jahreszeit -  Emotion


Marion Lades  


Nicht gleiche Sorte
doch liebevoll umschlungen
nur für kurze Zeit

 

Sinnenträumerei
Geäst der Seidenkiefer
mit Mondlicht gemalt 

Lebenselixier
fließend und klar dies Geschenk
den Schatz bewahren



Neujahrstag im Wald
vorüber, der Lärm der Nacht
Klarheit gewonnen



Diana Micelli 


Grau ist's und stürmisch
Bin ich's, oder bin ich's nicht
Aufgelöst im Wind



Ledrige Blätter
tanzen mit neuen Schatten
den Frühlingswalzer



Glöckchengebimmel
Elfen tanzen froh und wild
in rosa Wolken




Lachende Sonne

alles summt, zwitschert und zirpt
Spätsommertage!


Silke Hagemann


im dialog sein
werkzeug im miteinander
schnittmengen finden

stille harmonie    

sanft umarmt sie uns ganz fein    

 es soll nie enden

unklar für rastlose   

doch so klar die botschaft   

öffne die seele




Gerd Kufner

Ein sanfter Windstoß

im kühlen Morgenlicht
Frühlingsblume

Sommergras

vom Wind bewegt
Halm für Halm


Herbsttage  - das Jahr

wird leicht wie eine Feder
und fliegt davon


Nach dem Schneefall

selbst die Raben schweigen
welch eine Stille






Klaus Lemmen


In Kälte und Schnee

wie mit Strichen gezeichnet
verschläft die Natur



Frühling macht’s möglich -
im Labyrinth der Weide
das Leben erwacht



Tinte und Feder
lassen die Bilder im Kopf
in die Welt hinaus



Jürgen Bernd


Springend und hüpfend
entwickelt sich das Leben
ungezügelt neu



Spuren des Lebens


prägend, verletzend, bleibend


trägt jeder mit sich


Ergreife die Hand 


sie leitet dich ins Leben

vertraue dich an



Luigi Sinopoli


sehr vermiss ich dich
gebettet im frischem schnee
du zarte schönheit




es ist nie zu spät
das alte haus macht hoffnung
seh wie fest ich steh




abstand halten
gruppe schweigt, köpfe gesenkt
leere bleibt




Ingrid Terfloth

 

sanftes Morgenlicht
zeigt uns die zarten Wesen
für die wir sonst blind




Blick auf das Ende
das im Ungefähren liegt
geben Stäbe Halt




zart benetzter Mohn
Wohltat in diesen Tagen
doch kaum zu tragen



Ernst Böck


Kukuruzfelder
stehen in praller Sonne,
dürsten nach Wasser. 


Blumen auf dem Brett –
das hat doch einen Haken,
aber der hält gut.


Zauberhafter Wald,
hier könnten Elfen wohnen,
wenn man daran glaubt.